Geschichte des Panzerartilleriebataillons 155  (Kurzfassung)


Im Zuge der Neugliederung der Bundeswehr in Brigaden erging am 28.02.1959 der Vorbefehl, das Panzerartilleriebataillon 155 ab 20.05.1959 in Niederlahnstein aufzustellen.

 

Der 01.04.1959 gilt als Geburtstag des Panzerartilleriebataillons 155.

 

Es wurde in der Deines-Bruchmüller-Kaserne aufgestellt, war aus dem Panzerartillerieregiment 5 entstanden und wurde mit der Stabs- und Versorgungsbatterie und zwei schießenden Batterien ein Truppenteil der Panzerbrigade 15.

Am 08.04.1959 erhielt das Bataillon die ersten 6 Panzerhaubitzen M 52 und am 10.04 1959 von der Brigade leihweise 159 FN-Gewehre. Im Mai folgten die Kraftfahrzeuge und am 27.07.1959 6 weitere Panzerhaubitzen M 52 für die 2. Batterie auf dem Truppenübungsplatz WILDFLECKEN, wo auch das erste Schießen stattfand.

Die ersten Rekruten wurden am 27.05.1959 in der DBK vereidigt.

 

 

 

Bild: Panzerhaubitze M52

 

 

Die Panzerhaubitze M52 stammte aus amerikanischer Fertigung.

In den folgenden Jahren stellte das junge Bataillon zunächst seine Einsatzbereitschaft unter Beweis und nahm an verschiedenen Übungen teil. Am 01.01.1963 wurde PzArtBtl 155 zum "Einsatzbataillon" erklärt. In diesem Jahr wurde auch die Ausrüstung weiter ergänzt. Am 08.02. kamen 8 schwimmfähige M 113 hinzu.

Durch den Bau der "Berliner Mauer" am 13.08.1961 wurde der Wehrdienst auf 18 Monate verlängert, die Wehrpflichtigen mit DZE 30.09. und 31.12. wurden zu einer Pflichtwehrübung von 3 Monaten Dauer herangezogen.
Die Ausrüstung wurde weiter vervollständigt. Statt des veralteten G 1 oder FN-Gewehr wurde das ganze Btl mit dem neuen G 3- Gewehr ausgerüstet. Außerdem erhielt das Btl in diesem Jahr 17 Lkw 5 to MAN für die Versorgung. Diese lösten die FAUN-Geräteträger ab.
Am 24.04.1965 übergab der Inspekteur des Heeres, GenLt de Maiziere, die Truppenfahne an den Bataillonskommandeur OTL Wagener in Munster.
Die Panzerhaubitze M 109 G war von August 1966 bis April 1989 das Hauptwaffensystem des nunmehr mittleren Artilleriebataillons. Die Feuerkraft in der Brigade wurde erheblich verstärkt.

 

 

Bild: Panzerhaubitze M109G

 

 

Die Panzerhaubitze M109G stammte ebenfalls aus amerikanischer Fertigung und wurde für die Bundeswehr modifiziert..

 

Das 10- jährige Bestehen des Btl im April 1969 wurde mit einer Feldparade auf dem StOÜbPl SCHMIDTENHÖHE gefeiert, Noch im selben Jahr beteiligte sich das Btl an den Feierlichkeiten des 20. Jahrestages der NATO auf dem NÜRBURGRING.

Regelmäßige Überschwemmungen in Lahnstein und Koblenz forderten im Jahr 1970 den Verband in der Katastrophenhilfe.
Über die Jahre hinweg entstanden partnerschaftliche Verhältnisse zu amerikanischen und französischen Patenbataillonen. Im Mai 1975 wurde ein Feldbiwak durchgeführt.
Die alten Kasernengebäude wurden in neunmonatiger Bauzeit grundinstandgesetzt und die 2. und 3. Batterie konnten am 24.04.1978 die neuen Unterkünfte beziehen. Die 1. Batterie begeht mit der Gemeinde BECHELN und dem I. ResUffzKorps 1968 e.V. Koblenz eine langjährige und intensive Patenschaft.
Regelmäßig nahm eine Mannschaft aus dem Btl an der Westerwald-Patrouille und verschiedenen Sportwettkämpfen teil.
Im Februar 1981 wurde das Artilleriebeobachtungsradar ABRA and die Radargruppe der 1. Batterie ausgeliefert. Die Leistungsfähigkeit des Btl wurde im Mai 1983 durch die erstmals auf dem TrÜbPl eingesetzten Optronik-Beobachtungspanzer mit Laserentfernungsmesser weiter gesteigert. Im Jahr 1989 beginnt die Umrüstung der Geschütze von der M 109 G auf die verbesserte Panzerhaubitze M 109 A3 G.

Die Außerdienststellung des PzArtBtl wurde am 14.06.1991 durch den Kommandeur der Panzerbrigade 15, Oberst i. G. Bürgener, durchgeführt.

 

 


Geschichte des Panzerartilleriebataillons 155

 

Von der Aufstellung bis zur Auflösung


(Übernommen aus dem Buch "Erinnerungen an PzArtBTL 155" von Hansjörg Zak)

 

1959 - 1969


Vorgeschichte

Im August 1956 wurde das Panzerartillerieregiment 5, zunächst bestehend aus den Vorauskommandos des I. Bataillons unter Führung von Major Fricke und des III. Bataillons unter Führung von Major Leggewie, in den unter amerikanischer Verwaltung stehenden Standorten HOHENFELS und GRAFENWÖHR aufgestellt.

Nach erfolgreicher Überwindung infrastruktureller Mängel gelang es den beiden Bataillonen bald, sowohl einen arbeitsfähigen Stab aufzubauen als auch einen Teil der erforderlichen militärischen Ausrüstung durch Zuteilungen der amerikanischen Verbündeten zu erhalten.

Die beginnende Ausbildung des Personals und die Öffentlichkeitsarbeit mit Kontaktaufnahme zur Zivilbevölkerung und nicht zuletzt zu den Alliierten beanspruchten die volle Arbeitskraft des Regiments, um den in Aufstellung befindlichen beiden Bataillonen den Start zu erleichtern.

Die Entwicklung erreicht am 06.11.1956 einen ersten entscheidenden Stand mit dem Dienstantritt der ersten an der Artillerieschule ausgebildeten Offiziere und Unteroffiziere, mit deren Hilfe die Ausbildung der mittlerweile in Uniform auftretenden Soldaten, letztlich auch durch die Erstellung des ersten Plans für die Ausbildung des Kaderpersonals, forciert werden konnte.

Das I. Bataillon setzte sich zu dieser Zeit aus 39 Offizieren, 99 Unteroffizieren und 10 Mannschaften zusammen, während das III. Bataillon über 30 Offiziere, 79 Unteroffiziere und 8 Mannschaften  verfügte, die Stabsbatterie diese Regiments zählte 10 Offizier, 19 Unteroffiziere und 6 Mannschaften. Anfang Dezember 1956 erhielt das I. Bataillon 6 Panzerhaubitzen M 7 B 2 105 mm und 1 Bergepanzer, das III. Bataillon 2 Panzerhaubitzen und 7 Lastkraftwagen. Als schließlich am 03.12.1956 die ersten Rekruten eintrafen, ging die Entwicklung des Panzerartillerieregiments 5 trotz anfänglicher Schwierigkeiten auf den Gebieten Infrastruktur, Logistik und Ausbildung stetig aufwärts. Im Jahre 1957 war das Panzerartillerieregiment 5 mit zwei Panzerartilleriebataillonen nahezu einsatzbereit.

Umgliederungsmaßnahmen des Heeres teilten das Panzerartillerieregiment 5 am 01.04.1959 in die Panzerartilleriebataillone 135, 145 und 155 auf. Das neu entstandene Panzerartilleriebataillon 155 wurde der Panzerbrigade 15 unterstellt.

Die neue Stärke- und Ausrüstungsnachweisung (STAN) hatte erhebliche Kürzungen in der Offizierstellenbesetzung zur Folge; zur Führung einer schießenden Batterie standen dem Batteriechef lediglich zwei jüngere Offiziere zur Seite. Die öffentliche Bekantmachung dieser Neugliederung erfolgte am Tage des 10-jährigen Bestehens der NATO durch das Verlesen eines Tagesbefehls des Verteidigungsministers.
Am 06.04.1959 erreichte das Panzerartilleriebataillon 155 eine Gesamtstärke von 325 Soldaten.


1959


Im Zuge der Neugliederung der Bundeswehr in Brigaden erging am 28.02.1959 der Vorbefehl, das Panzerartilleriebataillon 155 ab 20.05.1959 in Niederlahnstein aufzustellen.

Der 01.04.1959 gilt als Geburtstag des Panzerartilleriebataillons 155. Es wurde in der Deines-Bruchmüller-Kaserne gemäß Aufstellungsbefehl Nr. 230 (etwas verspätet im September eingetroffen, siehe Anlage A) aufgestellt, war aus dem Panzerartillerieregiment 5 entstanden und wurde mit der Stabs- und Versorgungsbatterie und zwei schießenden Batterien ein Truppenteil der Panzerbrigade 15. Als Endstandort war HERSCHBACH im Westerwald vorgesehen. Zunächst war es Ausbildungsbataillon für die Artillerie der 5. Panzerdivision und den Offiziernachwuchs. Nebenher liefen oft noch OA, ROA, UA oder RUA-Lehrgänge. So bildete das Btl z. B. vom 01.07.1962 bis 31.05.1964 79 ROA, 110 UA und 45 RUA aus. Somit wurden pro Quartal etwa 55 Unterführer auf den neuen Dienst vorbereitet.


Erster Kommandeur war Major Pressler. Er ergänzte den Text des SG, §7: „Der Dienst darf Freude machen!“ 


Der Beginn war naturgemäß sehr provisorisch, es fehlte an ausreichender Unterkunft, an Möblierungsgerät, Schreibmaterial und Vorschriften.

Eine Abordnung nahm am 04.04. in der GNEISENAU-Kaserne anlässlich des Appells zum 10. Jahrestag der NATO teil.  

                                  

 

 

 

Bild: Panzerhaubitze M52

 

 

Die Panzerhaubitze M52 stammte aus amerikanischer Fertigung.

 

Am 08.04.1959 erhielt das Bataillon die ersten 6 Panzerhaubitzen M 52 und am 10.04. von der Brigade leihweise 159 FN-Gewehre. Im Mai folgten die Kraftfahrzeuge und am 27.07. 6 weitere Panzerhaubitzen M 52 für die 2. Batterie auf dem Truppenübungsplatz WILDFLECKEM, wo auch das erste Schießen stattfand.

Die ersten Rekruten wurden am 27.05. in der DBK vereidigt.

Am 23.07. wurde das Bataillon einsatzbereit und demonstrierte dies während eines Belehrungsschießens auf dem Truppenübungsplatz HAMMELBURG vor Lehrgangsteilnehmern der Truppenschule und zivilen Gästen.

Während der anschließenden Herbstübung der Panzerbrigade 15 im Raum HAMMELBURG erfüllte das Bataillon erfolgreich alle Aufgaben im Gefechtsdienst.

Am 16.10. verabschiedete das Btl seinen ersten Kommandeur. Nur ein halbes Jahr hatte Major Pressler das PzArtBtl 155 geführt, Jetzt übernahm mit dem Handschlag des BrigKdrs, Oberst Gaudecker, der neue Kommandeur, Major Tischler, das Bataillon.

Im November fuhren die 2. Bttr und Versorgungsteile auf den Truppenübungsplatz BAUMHOLDER. Die 3. Bttr blieb zur Rekrutenausbildung im Standort.


1960


Vom 22.01. bis 07.02 beobachteten in GRAFENWÖHR BtlKdr und Chef 2./- Bttr die Übung „WINTER SHIELD“. Ihre Erkenntnisse vermittelten sie in Offiziers- und Unteroffiziersweiterbildungen den Ausbildern des Btls.
Am 21. und 22.06. fand mit französischer Beteiligung auf dem Truppenübungsplatz BAUMHOLDER die Übung „GEPARD“ statt. Trotz einiger Verständigungsschwierigkeiten war die Zusammenarbeit erfolgreich. Schwerpunkt  der TrÜbPl Aufenthalte MUNSTER-SÜD und BERGEN-HOHNE vom 18. – 19.06. waren ein Gefechtsschießen verbundener Waffen in BERGEN-HOHNE und das gemeinsame Schießen mit den Mörserzügen des PzGrenBtl 152.
Höhepunkt des TrÜbPlAufenthaltes BAUMHOLDER vom 01. – 10.12. war das Schießen der einzelnen Bataillone FartBtl 155, PzArtBtl 145, 155 und 51 und das Regimentschießen. Die 3. Batterie blieb noch eine Woche in BAUMHOLDER und stand dort der Artillerieschule in IDAR-OBERSTEIN zur Ausbildung der Lehrgangsteilnehmer an der Schule zur Verfügung.


Weitere Ereignisse:

04.01.    Beginn 2. UffzAnwLg.

09.02.    Btl-Hallenhandballturnier, Sieger: 2. UA-Lehrgang.

19.03.    Vereidigung.

05.05.    2./- und 3./- nach BAUMHOLDER.

28.05.    Einweihung Goebendenkmal auf dem Ehrenbreitstein.

 

1961                 

 

Die Ausrüstung des Btl wurde durch die Auslieferung der „Schützenpanzer kurz“ am 07.02. vervollständigt. Damit entsprachen nun auch die Beobachtungs- und Cheffahrzeuge den Anforderungen eines gepanzerten Verbandes.

 

Bild: SPZ kurz

Der Schützenpanzer kurz stammte von der französischen Firma Hotchkiss-Brandt und wurde für die Bundeswehr modifiziert. Gebaut wurde die deutsche Version in 1600 Exemplaren von KHD in Mainz

Am 20.04. besuchten Offiziere und Unteroffiziere das französische 16° Artillerie-Regiment und knüpften eine langanhaltende Verbindung. Beim ersten Besuch zog man noch Vergleiche zwischen der französischen und deutschen Küche, bei späteren Besuchen wurden Sportwettkämpfe und Schießen durchgeführt und Tanzabende veranstaltet.

Seine besondere Leistungsfähigkeit bewies das Btl während eines Zwei-Tagemarsches am 14./15.05. von Niederlahnstein nach Baumholder und zurück.

Die Kanoniere Stein und Baum retteten am 25.06.. einen Kameraden vor dem Tode des Ertrinkens. Dafür wurden sie vom Divisionskommandeur GenMaj Pape belobigt. Am 30.06. leistete die 2. Batterie Hilfe in Fachbach bei einem Katastropheneinsatz. Dafür erhielt sie Lob und Anerkennung vom Brigadekommandeur.

Vom 13. - 15.07. wurde zum ersten Mal ein Brigade-Sportfest durchgeführt. In 56 Wettkämpfen stellte das Btl siebenmal den Sieger, sechsmal den Zweiten und fünfmal den Dritten. Erste Plätze belegten im Schießen mit FN-Gewehr Major Fischer und mit der MPi UZI Lt Neugebauer. Im Schwimmen siegten Fw Speck im 100m-Brustschwimmen, die Btl-Mannschaft über 6x50m und die Offiziermannschaft über 4x50m. Bei vier Schwimmwettbewerben stellte das PzArtBtl 155 dreimal den Sieger. Im Fußballspiel siegte die Mannschaft vom PzArtBtl 155 mit 1:0 über die vom VersBtl 156. In den leichtathletischen Wettbewerben gewann Uffz Oswald den Handgranatenweitwurf.

Vom 21.08. – 04.09. war das Btl auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER. Dabei wurden Bttr- und BtlSchießen durchgeführt. Auf der Rückfahrt wusste das Btl die Zivilbevölkerung von NIEDERENSEN zu begeistern. Der Manöverball blieb auf beiden Seiten in bester Erinnerung.

Durch den Bau der „Berliner Mauer“ am 13.08.1961 wurde der Wehrdienst auf 18 Monate verlängert, die Wehrpflichtigen mit DZE 30.09. und 31.12. wurden zu einer Pflichtwehrübung von 3 Monaten Dauer herangezogen, die mit DZE 31.03.1962 leisteten dann bereits 15 Monate Grundwehrdienst, während die mit Einberufungsdatum ab 01.07.1961 einen von 18 Monaten zu leisten hatten.

Der 13. August hatte tiefgreifende Wirkung auf das deutsche Volk.


Weitere Ereignisse:

20.01.    Tanzveranstaltung mit französischen und amerikanischen Gästen.

28.06.    Besuch der Rekrutenbesichtigung durch General Speidel.


1962

 

Der Truppenübungsplatzaufenthalt in MUNSTER-SÜD vom 21.08. – 04.06.. war mit einer Marschunterbrechung an der Möhnetalsperre bei NIEDERENSE verbunden. Die anschließende Einquartierung wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis für die jungen Soldaten.

Auch wurde das Btl mit dem neuen Gewehr „G3“ ausgerüstet.

Die Ausrüstung des PzArtBtl wurde weiter vervollständigt. Statt des veralteten G 1 oder FN-Gewehr wurde das ganze Btl mit dem neuen G3-Gewehr ausgerüstet. Außerdem erhielt das Btl in diesem Jahr 17 Lkw 5 to MAN für die Versorgung.

Die vierteljährlichen Rekrutenausbildungen wurden vom 01.07. an nicht mehr im Btl, sondern von der inzwischen aufgestellten AusbKp 6/5 in SONTRA durchgeführt.

Vom 06. – 15.03. befand sich das Btl auf dem Truppenübungsplatz WILDFLECKEN. Die Soldaten waren allerdings nicht sehr erfreut, denn der 06.03. war Rosenmontag. Mit der PzBrig 15 verlegte das PzArtBtl 155 vom 18. – 27.06. auf den Truppenübungsplatz MÜNSINGEN in Württemberg. Dort wurden letztmalig Rekruten besichtigt.

Dieser Aufenthalt schloß mit einer Feldparade. Als Divisionskommandeur wurde GenMaj Schnerz Nachfolger von GenMaj Pape.

Vom 21.08. – 01.09. verlegte das ArtRgt 5 geschlossen nach GRAFENWÖHR in der Oberpfalz. Der Aufenthalt gipfelte in eier RgtFlt-Übung im scharfen Schuß. Nur eine Woche  wieder im Standort, marschierte das Btl mit der PzBrig 15 erneut nach MÜNSINGEN. Auf der Hinfahrt wurde die Versorgung geübt. Auf dem Truppenübungsplatz bildete ein großes Belehrungsschießen mit dem schweren Mörserzug vom PzGrenBtl 152 den Höhepunkt und war für alle ein unvergessliches Ereignis.

Beim Brigadesportfest steigerten die Sportler des Btl ihre Leistungen gegenüber dem Vorjahr besonders in der Leichtathletik. Uffz Oswald verteidigte nicht nur seinen Titel im Handgranatenweitwurf erfolgreich, sondern gewann auch noch den 400m-Lauf. Den 5000m-Lauf gewann Gefr Zenzen, den Hochsprung Gefr UA Wolf und den Weitsprung Gefr Kilb.

Nach nur dreiwöchiger Ausbildung prüfte die Brigade ihre Mannschaften für den Jagdtruppwettbewerb des III. Korps. Dabei war eine Strecke von 120 km zu marschieren und Schießübungen zu erbringen.

Die gute Mannschaft des PzArtBtl 155 schied jedoch gegen die des PzGrenBtl 152, dem späteren Korpssieger, aus. Der Mannschaft des PzArtBtl 155 gehörten an:

Lt    Gülow
SU   Müller
SU   Rapp
Gefr Barden
Gefr Baulig
Gefr Burbach
Gefr Vollgraff
Kan  Palmer
Kan  Boing

Am 10.12. verunglückte der Kommandeur, Oberstleutnant Tischler, bei einem Verkehrsunfall schwer und konnte nicht mehr ins Bataillon zurückkehren. Vom 04.01. – 31.04. wurde OTL i. G. vorübergehend mit der Führung des Bataillons beauftragt.

 

1963

 

Am 01.01.1963 wurde PzArtBtl 155 zum „Einsatzbataillon“ erklärt. Während einer Bataillonsübung im Westerwald übernahm Oberstleutnant Gerber als dritter Kommandeur vom Brigadekommandeur, Oberst Fechner, am 01.04. das Kommando über das Bataillon. Am 29.04. wurde das feierliche Zeremoniell mit anschließendem Vorbeimarsch des Bataillons nachgeholt.

 

Bild Vorbeimarsch

Die Ausrüstung des Bataillons wurde auch in diesem Jahr weiter ergänzt. Am 08.02. kamen 8 schwimmfähige M 113 hinzu und am 10.05. die FAUN-Munitionsträger.

 

 

 

Bild: M113

 

 

Vom 08. – 17.05. biwakierte die PzBrig 15 bei strenger Kälte in BERGEN-HOHNE. Dabei war unter Leitung der PzBrig 14 die PzBrig 15 als Feind gegen die PzGrenBrig 13 eingesetzt.

Seit dem 15.05.. trug das Btl als Divisionsabzeichen den „Nassauischen Löwen“. Damit bekannte sich die 5. Panzerdivision zur Tradition der Landschaft, in der sie ihre Endunterbringung fand und die mit dem alten Herzogtum Nassau weitgehend übereinstimmte.

Vom 10. – 25.06. fuhr das ArtRgt 5 nach MUNSTER-SÜD. Nach den Bttr- und BtlGefSchießen konnten alle Bataillone abschließend während eines RgtGefSchießens ihre Leistungen beweisen.

Der Ereignisse des „17. Juni“ wurde durch eine Paradeaufstellung der ArtBtl der Division mit einer Ansprache des RgtKdr, Oberst Sturm, gedacht.

Das PzArtBtl 155 befand sich vom 15. – 25.09. mit der PzBrig 15 auf dem Truppenübungsplatz BAUMHOLDER und nahm an Gefechtsübungen der Brigade teil. Den artilleristischen Höhepunkt bildete ein Schießen des PzArtBtl 155 mit dem schweren Mörserzug der 5./PzGrenBtl 152 vor Offizieren der Brigade und englischen Gästen. Den Truppenübungsplatzaufenthalt beendete eine Feldparade der pzBrig 15, die der DivKdr, GenMaj Schnez, abnahm.

Auch 19635 war das BrigSportfest für das PzArtBtl 155 erfolgreich:
Uffz Oswald gewann wie 1961 und 1962 den Handgranatenweitwurf, bei dem das Btl auch den 2. und 3. Platz belegte. Außerdem gewann Uffz Oswald den Dreikampf. Ein weiterer Angehöriger des Bataillons belegte den 2. Platz. Im 400m-Lauf siegte Kan Hoffmann. In fünf weiteren Wettbewerben errang das Btl zweite Plätze. Im Schwimmen gewann Gefr Lutsche über 100m-Rücken. Außerdem erreichten die Schwimmer des Btl zweimal den 2. und einmal den 3. Platz.

Am 21. – 26.10. fand in Hunsrück und Eifel die große Marschübung „SPÄTLESE“ der 5. PzDiv statt. Die Soldaten waren ununterbrochen 5 Nächte im Einsatz, während tagsüber geruht werden durfte. Außer Kfz-Märschen auf guten und schlechten Straßen und im Gelände überschritten einige Einheiten, darunter auch PzArtBtl 155, in der dritten Nacht die Mosel auf einer Kriegsbrücke. Zum Gelingen der Übung trugen insbesondere die guten Leistungen der Fahrer bei. Am meisten wurden die Kradmelder gefordert, da während der ganzen Übung kein Funkverkehr erlaubt war.

Das Bataillon lag am dritten Tage im Raum BITBURG. Die 1. Batterie besichtigte in SPANGDAHLEM den amerikanischen NATO-Flugplatz. Die 2. und 3. Batterie veranstalteten am Abend in BADERN und MAHLBERG Manöverbälle. In der folgenden Nacht marschierte die Division in die Standorte zurück.
Dies alles unter dem Motto:
drei Nächte Marsch
eine Nacht Tanz
eine Nacht Abmarsch.

Am 01.11. schlossen sich die Uffz-Korps der drei Batterien zum Bataillons-Unteroffizier-Korps zusammen. Dies trug wesentlich zum Zusammenhalt und zur Hebung des Selbstvertrauens bei, auch schöpften die Unterführer durch eigenes Tun neuen Geist für den Dienst. Häufig wurden Redner aus Wirtschaft und Politik eingeladen und Vortragsreihen zur politischen Bildung organisiert. Für die Angehörigen wurden Tanzabende veranstaltet, um sich näher kennenzulernen.

Jedesmal wurden auch die Unteroffiziere des französischen Patenregiments aus WITTLICH eingeladen und die Verbindung zu ihnen vertieft.

 

1964

 

Im Rahmen der Ausbildungshilfe der Bundeswehr für befreundete Nationen kam am 17.01.. Oberstleutnant Topalis von der königlich-griechischen Armee ins Btl, blieb bis Ende Juli und sollte hier Gliederung, Ausbildungsstand und Methoden der Führung der Bundeswehr kennenlernen. Zahlreiche private Kontakte mit deutschen Soldaten und einige Wochen an der ArtS in IDAR-OBERSTEIN ließen ihn gute Erkenntnisse und vielfältige Impulse in die Heimat mitnehmen.

Vom 31.01. - 15.02. sollte die 3. Batterie in WILDFLECKEN im Winterkampf ausgebildet werden, aber Tauwetter beendete dieses Unternehmen schon am 11.02.

Am 14./15.01. führte das Rgt bei strenger Kälte im Westerwald eine Flt- und S2-Auswerteübung durch zur Vorbereitung auf die RgtFltÜbung im scharfen Schuß in GRAFENWÖHR.

Am 26.02. verlegte das Btl auf den Truppenübungsplatz. Nach Bttr- und BtlSchießen fand am 11.05. unter Führung des RgtKdr, Oberst Sturm, die RgtFltÜbung statt. Das ArtBtl stellte dazu die Leitungsoffiziere. Der DivKdr, GenMaj Schnez, überzeugte sich selbst vom Ausbildungsstand der ihm unterstellten ArtEinheiten. Der schwere Mörserzug der 5./PzGrenBtl 152 nahm an der Ausbildung teil. Die 3. Batterie übte die Zusammenarbeit mit amerikanischen Flt- und Beobachtungsorganen.

 

 

 

Bild: Panzerhaubitze M109G

 

 

Die Panzerhaubitze M109G stammte ebenfalls aus amerikanischer Fertigung und wurde für die Bundeswehr modifiziert..

 

Am 01.04. wurde das PzArtBtl 155 fünf Jahre alt. Der Geburtstag wurde am 10.04. in feierlicher Form begangen.

Am 29.07. waren Vertreter der Postgewerkschaft Koblenz und Lahnstein zu Gast. Die Besucher konnten die Ausrüstung besichtigen und mit allen Dienstgradgruppen sprechen.

 

1965

 

Gleich zu Jahresbeginn verlegte das Bataillon vom 19.01 – 02.02. auf den Truppenübungsplatz BAUMHOLDER. Trotz extremer winterlicher Temperaturen konnte wie geplant ausgebildet werden.
Am 31.03. wurde das Kommando über das Bataillon durch den BrigKdr von Oberstleutnant Gerber an Oberstleutnant Wagener übergeben.

Teile des Stabes, unterstützt durch Fernmeldepersonal der 1. Batterie, nahmen vom 06. – 07.04. an der Divisionsstabs-Rahmenübung „MÜNSTERMEIFELD“ teil.

Am 24.04. wurde dem Bataillon die Truppenfahne verliehen. Im Auftrag des Bundesministers der Verteidigung übergab der damalige Inspekteur des Heeres, Generalleutnant de Maizière, im „Preußen-Stadion“ von MÜNSTER 319 Truppenfahnen an die Bataillone des Heeres. Der Bundesminister der Verteidigung, von Hassel, und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Trettner, wohnten dieser in feierlicher Form vollzogenen Übergabe bei.

 

 

Übergabe der Truppenfahne in Münster

 

 

 

 

Wer findet die TruppenfahenÜbergabe der Truppenfahne

Das Bataillon beteiligte sich am 05.05. an einem Belehrungsschießen der Artillerieschule. Am 19.05. nahmen die S2 und S3-Abteilungen an einer Stabsrahmenübung des Artilleriekommandos 3 teil.

Vom 05. – 15.07. verlegte das Bataillon wieder auf den Truppenübungsplatz BAUMHOLDER.

Die Brigadeübung “WIETZENDORF“ während des Truppenübungsplatzaufenthaltes MUNSTER (30.08. – 13.09.) forderte den Soldaten des Bataillons hohen Einsatz und hohes Können ab. Auf dem Rückmarsch veranstaltete das Bataillon in BURGSDORF einen „Tag der offenen Tür“ und einen Manöverball. Alle Bataillonsangehörigen waren in Privatquartieren untergebracht. Die Harmonie und das Verständnis mit der Bevölkerung war hervorragend. Vielen Soldaten und Bürgern fiel der Abschied sichtlich schwer.

Die feierliche Begründung  der Patenschaft mit dem damals in TRIER stationierten 16. französischen Artillerieregiment unterstrich die langjährige Freundschaft mit den verbündeten Artilleristen.

Am 04.10. fuhr eine Abordnung von Offizieren und Unteroffizieren des Bataillons auf Einladung des „16ème Regiment d’Artillerie“ als Beobachter zum Truppenübungsplatz BITCHE nach Frankreich.

  

1966

 

Vom 07. – 20.01. übte das Bataillon während der Großübung „SILVER TALON“ im Verbund der Panzerbrigade 15 im Raum TAUBERBISCHOFSHEIM.

Außergewöhnlich kalte Wintertage forderten unter den ohnehin harten Bedingungen der Winterübung „SILVER TALON“ der 3. US Panzerdivision den Soldaten des Bataillons das Letzte an physischer und psychischer Einsatzbereitschaft ab.

Bereits am 02.05. wurde das Bataillon zu Übungen auf den Truppenübungsplatz GRAFENWÖHR verlegt. Nach erfolgreichem Verlauf des Übungsplatzaufenthaltes kehrten die Soldaten am 24.03. nach LAHNSTEIN  zurück.
Im August erhielt es – nunmehr als mittleres Artilleriebataillon – die Panzerhaubitze M 109 G, Kaliber 155 mm, mit der es bis April 1989 ausgerüstet bleib. Dadurch wurde die Feuerkraft des Bataillons erheblich verstärkt.                                 

 

1967

 

Vom 04. – 18.04. übte die 3. Batterie auf dem Truppenübungsplatz BAUMHOLDER und wurde am 10.04. besichtigt.

Bataillonsstab, 1. und 2. Batterie führen vom 13. – 30.04. zur Gefechtsausbildung nach MÜNSINGEN.

Eine Abordnung des Bataillons nahm auf Einladung des „16ème Regiment d’Artillerie“ an dessen Truppenübungsplatzaufenthalt als Beobachter in MAILLY /Frankreich teil.

Ohne 3. Batterie war das Bataillon vom 05. – 13.07. auf dem Truppenübungsplatz BAUMHOLDER.

Zu einem Informationsbesuch empfing das Bataillon am 19.07. Vertreter der „Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise“.

Zu einer Mobilmachungsübung vom 28.08. – 02.09. wurden die Alarmreservisten des Bataillons einberufen. Das Bataillon verlegte am 28.08. nach MUNSTER. Während die Alarmreservisten am 12.09. entlassen wurden, blieb das Bataillon bis zum 10.09. und fuhr anschließend nach BURGDORF. Dort wurde – wie bereits im Jahre 1965 – ein „Tag der offenen Tür“ und ein Manöverball unter reger Beteiligung der Bevölkerung veranstaltet.
Das für den 21./22.09. geplante Btl-Sportfest musste wegen starker Regenfälle auf den 10. und 11.10. verlegt werden.

Einen neuerlichen Besuch beim französischen Patenschaftsverband machten Soldaten des Bataillons auf dem Truppenübungsplatz MAILLY in der zeit vom 08. – 18.11..

Zum Jahresabschluß verlegte das Bataillon noch einmal zu artilleristischen Schießen auf den Truppenübungsplatz MUNSTER-SÜD (27.11. – 06.12.)

 

 

 

Die Siegerliste Bataillons-Sportfest vom 11.10.1067.

 

 

 

1968

 

Bemerkenswert für dieses Ausbildungsjahr war eine deutliche Erhöhung der Anforderungen an die sportliche und militärische Ausbildung. Die Kondition wurde durch Intervalltraining und Waldläufe gesteigert. Alle Bttrn hatten für den Jagdtruppwettbewerb je eine Mannschaft vorzubereiten. Die wöchentliche Nachtausbildung wurde obligatorisch.

Vom 15. – 20.01. bewährte sich das Bataillon (ohne 2./-) bei der Übung „WINTERWALD“ der Panzerbrigade 15.

Wiederum ohne 2./- bildete das Bataillon vom 01. – 15.02. auf dem Übungsplatz BAUMHOLDER aus.

Teile des Bataillons waren vom 01. – 05.04. an der Übung „FRONT CENTER 68“ beteiligt.

Im April wurden die leistungsfähigen deutschen Funkgeräte vom Typ SEM 25 ins Bataillon eingeführt. Gleichzeitig wurden die Fernmeldeanlagen von US- auf deutsches Gerät umgestellt. Der InstZg wurde mit dem neuen Bergepanzer „Standart“ ausgerüstet.

An mehreren Rahmenübungen der Panzerbrigade 15 war das Bataillon vom 02. – 03.05. und vom 07. – 09.05. beteiligt. Vom 12. – 22.05. unterstand das Bataillon dem Artillerieregiment 5 auf dem Truppenübungsplatz  WILDFLECKEN. Nach Rückkehr rüsteten sich Führungsteile des Stabes zur Teilnahme an der Rahmenübung des III. Korps vom 09. – 10.06. Unmittelbar an diese Übung schloß sich eine Divisionsrahmenübung der 5. Panzerdivision vom 06. – 12.06. an.

Stabsteile und Teile des Fernmeldezuges der 1. Batterie waren an der Brigaderahmenübung „SÜDWIND“ vom 19. – 21.06. beteiligt. 2 Offiziere und 2 Unteroffiziere besuchten das französischen Patenbataillon vom 06. – 09.06. auf dem Truppenübungsplatz MÜNSINGEN.

Vom 25. – 28.06. waren Teile des Bataillons zur Teilnahme an der Korpsrahmenübung „GRENZBOCK“ befohlen.

Ein weiterer Truppenübungsplatzaufenthalt in MUNSTER vom 24.08. – 14.09. bewies den hohen Ausbildungsstand während der Divisionsrahmenübung „SCHNELLER PFEIL“ und der Brigadegefechtsübung vom 10. – 12.09. Die 3. Batterie übte vom 01. – 10.10. in BAUMHOLDER. Erneut, dieses Mal vom 04. – 20.12., war das Bataillon auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER-SÜD.

  

1969

 

1969 erhielt das Bataillon das ballistische Rechengerät BUM II und das Richtkreis-Kreiselgerät TK 4 und konnte mit diesen hochwertigen Geräten die artilleristische Feuerleitung und Vermessung beschleunigen und verbessern.

Vom 22. – 24.01. führte das Bataillon die Gefechtsübung „SCHNEESTURM“ durch und war mit Führungsteilen an der Brigaderahmenübung „RAUHER STURM“ vom 05. – 07.02. beteiligt.

Auf dem Truppenübungsplatz BERGEN-HOHNE (22.02. -  08.03.) übte das Bataillon im scharfen Schuß. Zur Mob-Übung des Feldersatzbataillons 157 stellte das Bataillon Personal vom 08. – 15. 05. ab.

Feuerleitung und S2-Auswertedienst wurden bei der Rahmenübung des Artillerieregiment 5 „SCHARFER WIND“ vom 18. – 20.05. geübt.

Vom 25. – 26.05. rückten die Reservisten des Bataillons zu einer Alarm- und Mobilmachungsübung ein.

Am 01.04. bestand das Bataillon 10 Jahre. Die für den 06.04. angesetzten Feierlichkeiten endeten mit einer Feldparade auf dem StOÜbPl SCHMIDTENHÖHE. Am 04.05. war eine Abordnung des Bataillons aus Anlaß des Deutsch-Amerikanischen Freundschaftstages zu Besuch bei der 2. Brigade, 3. (US) Panzerdivision, in GELNHAUSEN.

Aus Anlaß des 20. Jahrestages der NATO wurde am 06.06. auf dem NÜRBURGRING eine große Parade abgehalten. Die 2. Batterie und Teile der 1. Batterie nahmen daran teil, das Bataillon selbst übte in BAUMHOLDER vom 05. – 22.06.

Am 30.06. wurde das Bataillon durch den BrigKdr von Oberstleutnant Wagener an Oberstleutnant Krieger übergeben.

 

 

 

Bild: Bataillonsübergabe

 

OTL Wagener, Oberst i.G. Klein, OTL Krieger

Vom 03. – 08.09. war das Bataillon auf dem Truppenübungsplatz BERGEN-HOHNE und nahm vom 08. – 12.09 an der Gefechtsübung des III. Korps „GROSSER RÖSSLESPRUNG“ teil.

Zwei zeitgleich zusammenliegende Truppenübungsplatzaufenthalte erlebten die „155“ zum Jahresende. Zunächst waren sie vom 01. – 10.10. mit der Panzerbrigade 15 in MÜNSINGEN und nahmen an der Brigadegefechtsübung „STEINADLER“ teil, um anschließend vom 11. – 25.10. nach GRAFENWÖHR zu verlegen, um dort mit dem Artillerieregiment 5 artilleristische Ausbildung zu betreiben.

 


Geschichte des Panzerartilleriebataillons 155

 

Von der Aufstellung bis zur Auflösung


(Übernommen aus dem Buch "Erinnerungen an PzArtBTL 155" von Hansjörg Zak)

 

1970 - 1979

 


1970

 

Für die Weiterbildung von Alarm-Reservisten veranstaltete das Bataillon auf Ersuchen des VBK 41 einen sehr erfolgreichen „Ausbildungstag für Reservisten“, der dankbar anerkannt wurde.

Vom 25.01. – 06.02. befand sich das Bataillon auf dem Truppenübungsplatz BAUMHOLDER. Voran ging die BtlGefÜb „SCHNEESTURM“. Auf dem Rückmarsch wurden die Patengemeinde ILLINGEN im Saarland besucht, am 06. und 07.02. ein „Tag der offenen Tür“ und ein Manöverball abgehalten. Die Patenschaft zwischen dem Bataillon und der Gemeinde ILLINGEN wurde formell besiegelt. Das Echo in der Presse war groß.

Die Dekontaminationsausstattung (Gerät zum Entgiften, Entstrahlen und Entseuchen) des Truppenentstrahlungsplatzes des Bataillons wurde im Februar geliefert.

Im März leistete das Bataillon Katastrophenhilfe bei den Überschwemmungen in LAHNSTEIN und KOBLENZ.

Am 18.04. wurde in feierlicher Form eine Ehrentafel des ehemaligen Königlich Preußischen 2. Rheinischen Feldartillerieregiment Nr. 23 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne zur Erinnerung an diesen Truppenteil und zum Gedenken an die Toten durch den Bataillonskommandeur und den Vertretern des ehemaligen Regiments eingeweiht. Die offizielle Patenschaft wurde an diesem Tage übernommen.

 

 

Bild: Fahne des 2. Rheinischen Feldartillerieregiment Nr. 23

Am 18.04. veranstaltete das Btl im Lahnsteiner Hotel Becker einen Frühlingsball für Offz/Uffz.

Vom 27.04. – 10.05. befand sich das Bataillon auf dem Truppenübungsplatz SENNELAGER.

An den Gefechtsübungen „STARKER SCHILD“ (12. – 15.06.) und „SCHARFE SICHEL“ (19. – 20.06.) der Panzerbrigade 15 hat das Bataillon teilgenommen.

Am 11.07. waren Damen und Herren des Amts- und Gemeinderates ILLINGEN zu Besuch in Lahnstein.

Stabsteile des Bataillons und der Fernmeldezug der 1. Batterie waren zur Teilnahme an der Artillerie-Stabsrahmenübung „RAUHREIF“ des Artillerieregiments 5 vom 06. – 08.10. abgestellt.

Zu einem Sportvergleichskampf weilten Sportler des Bataillons am 17. und 18.10. in der Patengemeinde ILLINGEN. Soldaten und Bevölkerung erlebten spannende Kämpfe. Noch spät am Abend wurden die Siege gefeiert und Erfahrungen in geselliger Runde ausgetauscht.

  

1971

 

Im Januar wurde das Bataillon mit neuen Krädern des Typs „Herkules“ ausgerüstet.

Auf den Truppenübungsplatz GRAFENWÖHR verlegte das Bataillon vom 27.02. – 14.03. Führungsteile des Bataillons nahmen vom 16. – 19.03. an der Versuchsübung „GROSSES AUGE“ zur Erprobung des Kartenfernsehens teil.

Die Bataillonsübung „APRILSCHERZ“ (27. – 29.04.) führte das Bataillon auf den Truppenübungsplatz BAUMHOLDER. Dort verblieb es im Rahmen der Panzerbrigade 15 bis zum 19.05..

Das Artillerieregiment 5 führte vom 20. – 30.06. die Artillerie-Stabsrahmenübung „SOMMERTAU I“ unter Beteiligung des Panzerartilleriebataillons 155 durch. Vom 08. – 20.09. befand sich die gesamte 5. Panzerdivision auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER und BERGEN-HOHNE. Das Bataillon war u. a. an der Divisionsgefechtsübung „FRISCHE FÄHRTE“ mit Volltruppe beteiligt.

Am 20.09. wurde das Kommando über das Bataillon durch den BrigKdr von Oberstleutnant Krieger an Oberstleutnant Martin übergeben, die „Schlüsselgewalt“ – KasKdt – über die DBK ging an den Kdr des PiBtl 5, OTL Buchholz.

Im Oktober wurden 7 to Lkw Magirus an das Bataillon ausgeliefert.

Zur Teilnahme an der Korpsrahmenübung „FRÖHLICHER WEINBERG“ (02. – 08.11.) stellte das Bataillon Gefechtstandanteile ab.

Aufgrund des Hilfeersuchens der Stadt Koblenz beteiligten sich bei der Aktion „SAUBERER RHEIN“ Soldaten der 1. Batterie vom 15. – 22.11. an der Säuberung des rechten Rheinufers von BRAUBACH bis KOBLENZ. Ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz und Ausdruck der Verbundenheit!

  

1972

 

Am Anfang des Jahres stand die artilleristische Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz GRAFENWÖHR vom 29.02. – 14.03.

Eine Unteroffizier-Ausbildungsreise unter Leitung des Bataillonskommandeurs fand vom 06. – 09.05. statt. Vom 10. – 14.05. nahm das Bataillon an der Divisionsgefechtsübung “DREI EISHEILIGE“ teil.

Der 100-jährige Gründungstag des ehemaligen Königlich Preußischen 2. Rheinischen Feldartillerieregiments Nr. 23 wurde im Rahmen eines Bataillonsappells unter Mitwirkung des Heeresmusikkorps 5 am 09. und 10.06. feierlich begangen.

Am 14.06. informierten sich Oberstudiendirektoren und –direktorinnen aus Baden-Württemberg über den dienstlichen Ablauf im Bataillon und sprachen mit Vertretern von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften. Teile des Gefechtstandes waren zur Artillerie-Stabsrahmenübung „SOMMERTAU II“ des Artillerieregiment 5 vom 26. – 28.06. abgestellt.

Eine Durchschlageübung und ein Waldlager des Bataillons vom 28. – 31.08. verlangte von den Soldaten höchste physische Einsatzbereitschaft. Offiziere des Bataillons nahmen vom 19. – 21.09. an der Geländebesprechung „KARTOFFELERNTE“ des Kommandeurs der Panzerbrigade 15 teil.

Einen weiteren Truppenübungsplatz Aufenthalt in MUNSTER-SÜD absolvierte das Bataillon vom 26.10. – 11.11.

Am 29./30.11. hatte das Bataillon seinen „BARBARA-WETTKAMPF“. Die Disziplinen umfassten allgemeine militärische, artilleristische und sportliche Gebiete.

Im Dezember erhielt das Bataillon seinen neuen 5,5 to Kran auf Lkw.

 

1973

 

Das Bataillon führte im Rahmen der Panzerbrigade 15 auf dem Truppenübungsplatz MÜNSINGEN Ende Januar die Gefechtsübung „HOHE SCHNEEWEHE“ durch. Bei winterlichem Wetter mit viel Schnee und strenger Kälte  wurden die Soldaten stark gefordert.

Die Fliegerabwehr des Bataillons wurde mit der Übergabe von 4 Feldkanonen 20 mm und der Aufstellung der Fliegerabwehrgruppe bei der 1. Batterie erheblich verstärkt.

Das Jahr war besonders geprägt durch die Umstellung des Grundwehrdienstes von 18 Monaten auf die Dauer von 15 Monaten die Neuordnung der Ausbildung, die einen veränderten Rhythmus der Einberufenen zum Wehrdienst und eine Veränderung der bisherigen Ausbildungsform zur Folge hatte. So mussten pro Ausbildungsquartal ca. 20 % der Soldaten des Bataillons durch Soldaten aus den Ausbildungseinheiten ersetzt werden. Diese zuversetzten Soldaten wurden durch Blockausbildung (Grundprogramm) in ca. 5 wöchiger Ausbildung in die kleinen Kampfgemeinschaften (z. B. Geschützgruppe) integriert.

Die erforderlichen Grundlagendokumente wurden akribisch im GAP (Gesamtausbildungsplan) festgehalten. Etwa 1900 Ausbildungsstunden pro Soldat und Jahr, Kennziffer für Ausbildungsinhalte wurden bindende Zeitangaben und waren in die QUAB’s (Quartalsausbildungspläne) umzusetzen.

Als wirkungsvolle Waffe der Fliegerabwehr erhielt das Bataillon im Januar 2 Flugabwehr-Feldkanonen 20 mm. Auch im Januar (19.01 – 03.02) stand der Truppenübungsplatz Münsingen im Rahmen der Panzerbrigade 15 auf dem Programm. Das Bataillon war an der Brigadegefechtsübung „HOHE SCHNEEWEHE“ beteiligt.

Am 30.03. übernahm Oberstleutnant Göttelmann das Kommando über das Bataillon von Oberstleutnant Martin.

Vom 07. – 19.05. befand sich das Bataillon auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER-SÜD.

Die Unteroffizier-Ausbildungsreise unter Leitung des Bataillonskommandeurs fand vom 26. – 29.05. statt.
Die Vermessungsgruppen des amerikanischen Patenbataillons aus GELNHAUSEN und des Panzerartilleriebataillons 155 besuchten sich vom 18. – 22.06.

Das ehemalige Königlich Preußische 2. Rheinische Feldartillerieregiment Nr. 23 veranstaltete am 22.06. ein Verbandstreffen in Zusammenarbeit mit dem Bataillon.

Zur Regimentsübergabe des französischen „16ème Regiment d’Artillerie“ (01./02.08.) stellte das Bataillon einen Ehrenzug.

Der Truppenübungsplatz GRAFENWÖHR wurde vom 26.08. – 13.09. vornehmlich für artilleristische Schießen genutzt. Teile des Bataillonsstabes, der 1. Batterie, die Batteriechefs und Beobachtungsorgane der 2. und 3. Batterie nahmen an der Divisionsrahmenübung „NASSAUER KURIER“ vom 23. – 26.10. teil.

Unter Beteiligung von Mannschaften der französischen und amerikanischen Patenbataillone wurde am 29./30.11. der diesjährige „BARBARA WETTKAMPF“ ausgerichtet.

Vom 03. – 07.12. führte das Bataillon zum Jahresabschluss seine strapaziöse Bataillonsgefechts- und Durchschlageübung „ROTER JÄGER“ durch, bei der 137 km zu Fuß zu bewältigen waren.

 

1974

 

In diesem Jahr war das Bataillon bereits vom 26.02. – 08.03. auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER-SÜD und nahm an der Divisionsgefechtsübung „SCHNELLER KREISEL“ teil.

Am 06.02. besuchte eine Gruppe (32 Teilnehmer) des „Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes“ das Bataillon und ließ sich durch Vorführungen in die Ausbildung einweisen und überzeugte sich vom Ausbildungsstand. Vom 18. – 22.03. fand die Korpsrahmenübung „RAUHER FRÜHLING“ statt.

Am 01.04. bestand das Bataillon 15 Jahre. Die dafür vorgesehenen großangelegten Feierlichkeiten wurden am
10.05. mit einem Appell, an dem die französischen und amerikanischen Patenverbände teilnahmen, und einem Vorbeimarsch begonnen und am 11.05. mit einem Informationstag in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenannahmestelle IV und der Reservistenkameradschaft Lahnstein-Ems erfolgreich abgeschlossen.

Im Mai wurde auch die Patenschaft mit dem 2nd 6th (US) Field Arty – seit 1968 4th 82nd Field Arty – aus HANAU begründet. Dies Patenschaft trug sehr zum gegenseitigen Verständnis der Soldaten beider Nationen bei und diente besonders der artilleristischen Zusammenarbeit und Weiterbildung.

 

 

 

 

 

 

Bild: Einladung zum Empfang anlässlich 15 Jahre PZARTBTL 155

Am 05.06 wurde ein Empfang mit Artilleristenbiwak gegeben.

  

1975

 

Der BrigKdr übergab am 06. Juni das Bataillon von Oberstleutnant Göttelmann an Oberstleutnant Bestehorn.

 

 

Bild: Übergabe des Kommandos von OTL Göttelmann an OTL Bestehorn

Im Mai fand ein Feldbiwak mit den französischen und amerikanischen Patenbataillonen statt.

26.07. Besuch durch saarländische Feuerwehren.

30.08. Erstmalige Ausrichtung der WWP (Westerwald-Patroullie) durch die PzBrig 15, der Mannschaftsführer des PzArtBtl 155, OLt Butler, verunglückte schwer, blieb aber dienstfähig.

12.12. Weiterbildungsfahrt der Unteroffiziere zur Erprobungsstelle TRIER und zum „16ème Regiment d’Artillerie“.

Ein Höhepunkt der artilleristischen Ausbildung war für die 3. Batterie der Aufenthalt in SHILO/Kanada vom 11.09. – 03.10.

 

1976

 

PzArtBtl 155 gewann zum dritten Male den Wanderpokal für den Sportwettkampf der PzBrig 15 (bereits 1974 und 1975).
 
20. – 24.09.    Teilnahme an der Divisionsübung „NASSAUER LÖWE“.

20.07.   3./155 gewann den Barbara-Wettkampf in den sportlichen Disziplinen, Gesamtsieger nach Abschluss aller Aufgaben wurde die 1./155.
      
27.10.   Oberstabsfeldwebel Hans-Georg von Graevenitz wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
     
13.12.   Besuch des Inspizienten der Artillerietruppen, Oberst von Peller und Ehrenberg.
     
16.12.   Besuch des Patenbataillons „16ème Régiment d’Artillerie“.    

  

1977

 

Stellvertretend für alle herausragenden Leistungen von Soldaten des PzArtBtl 155 sei dieser Erfolg gewürdigt.

 

 

 

 

Bild: Zeitungsausschnitt zum Erfolg von OF Ebersoldt beim Vermessungswettbewerbes des III. Korps in Koblenz.

03. – 05.05.    Teilnahme an der Divisionsübung „NASSAUER LÖWE“      

10. – 26.05.    TrÜbPl-Aufenthalt GRAFENWÖHR    

 

 

Bild: Aufbau einer Nebelwand in der Nähe vom Fürstenweiher

14.06.    Geländebesprechung „ARGONNER LÖWE“ zur Vertiefung kriegsgeschichtlicher Kenntnisse der       

02.07.    Geschützparcour, traditionsgemäß der jährlichen Abschluß der Blockausbildung Geschützdienst    

Die 1./155 erhielt im August aus der neuen Fahrzeuggeneration 22 Lkw des Typs MAN 10to für den Munitionstransport.

 
09. – 17.09.      PzArtBtl 155 verstärkte für die Heeresübung „STANDHAFTE SCHATTEN“ das PzArtBtl 65.
      
10. – 20.10.      TrÜbPl-Aufenthalt MUNSTER-SÜD mit Jahresleistungskontrolle.
      
17. – 18.10.      2. Platz (von 10) in der Leistungsprüfung der ABCAbwTrp der PzBrig 15.
      
29.10.               Vergleichsschießen mit dem Oberlahnsteiner Schützenverein.
      
09. – 10.11.      Geländebesprechung „GROSSE WACHT“ im Raum SONTRA. 
    
27.11. – 02.12. TrÜbPl-Aufenthalt BAUMHOLDER.

 

1978

 

10.01.    Herausgabe der Richtlinien für die Besichtigung Teil III im PzArtBtl 155.
      
12. – 27.01.    TrÜbPl GRAFENWÖHR im Lager NORMANDIE, dabei Vergleichsschießen mit Degelsdorfer Schützen.
     
15.02.    Besuch von Warburger Realschülern.
      
28.03 – 20.04.    Teilnahme von Beobachtungstrupps beim 16ème (FR) Rgt auf dem TrÜbPl CANJEURS.    


Nach neunmonatiger Bauzeit zogen die 2. und 3. Batterie am 24.04. in die grundinstandgesetzten Unterkünfte.
 

25. - 26.04.    Alarmübung mit Aufnahme der Grundausstattung ArtMun.
      
25.05.    Vergleichsschießen mit dem Oberlahnsteiner Schützenverein und den Gemeinden BECHELN und DEGELSDORF.

PzArtBtl 155 wurde Sieger im Schießen mit G2, MPi und MG.   
  
03. – 04.06.    Waffenvorführung für das I. ResUffzKorps 1968 e.V..  
   
05.05.    Beginn des Trainings für die WWP.
     
09. – 30.06.    TrÜbPl GRAFENWÖHR. 

 

 

Bild: Bttr im Feuerkampf

29.06.    Inspektion durch den InSanTr.

      
15.07.    Erster Sieg für das PzArtBtl 155 bei der WWP durch die von OLt Hoffmann geführte Mannschaft.
      
28.07.    Organisational Day des 2nd Bn 6th.
      
01.08.    Sommerball des OffzKorps.
      
04.08.    3./155 Sieger beim BARBARA-Wettkampf.
      
14. – 22.09.    Teilnahme mit Schiedsrichter- und Leitungsorganen an der Großübung des I. Korps, „BLAUE DONAU“.    

Im Oktober wurden den Feuerleitgruppen der schießenden Baterien die Feuerleitpanzer M 113 mit eingebauten Feuerleitrechnern Falke zugewiesen. Dadurch wurde die Reaktionszeit des Bataillons erheblich verkürzt.

Am 22.11. wurde die Patenschaft zwischen der 1./155 (damals BttrChef Hptm Zak) und der Gemeinde Becheln (damals Bürgermeister Gensmann) geschlossen.


Zur Vertiefung von freundschaftlichen Beziehungen zwischen Soldaten und der Zivilbevölkerung haben die 1./Panzerartilleriebataillon 155 und die Gemeinde Becheln eine Partnerschaft gegründet. Aus kleinen Anfängen heraus entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche Begegnungen und Veranstaltungen wie zum Beispiel sportliche Wettkämpfe, Tanzveranstaltungen und Vorträge. Darüber hinaus entstanden viele Freundschaften. Hauptmann Zak richtete an alle Beteiligten die Aufforderung, diese gute Entwicklung in der Zukunft zu verstärken. In Gegenwart des Bürgermeisters von Becheln, Gensmann, und des Führers des UffzKorps der 1./155 wurden von den Beteiligten vor einer sehr großen zahl von Gästen die Urkunden unterzeichnet und ausgetauscht. (RLZ vom 08.12.1978)

 
04. – 15.12.    TrÜbPl-Aufenthalt MUNSTER-SÜD mit einem Kälteeinbruch von –20° und einem alles stilllegenden Eisregen.    

 

1979
 
08.03.    Ernennung OTL Bestehorn zum „Feldwebel h.c.“ durch das UffzKorps PzArtBtl 155.
      
12.03.    OTL Bergmeier wird Nachfolger von OTL Bestehorn.
      
30.04. – 01.05.    Eingeschneites OffzKorps auf dem Köppel (Westerwald).
      
13. – 26.05.    TrÜbPl-Aufenthalt GRAFENWÖHR.
      
16.06.    Waffenschau für das I. ResUffzKorps 1968 e.V..
      
22.06.    Westerwald-Patroullie, erstmals stellte jede Einheit der Brigade eine Mannschaft.    

Das 20-jährige Bestehen des Bataillons wurde am 29. und 30.06.1979 in LAHNSTTEIN mit dem damaligen PzArtBtl 145 mit dem „Tag der Artillerie“ und dem „Artillerieball“ kräftig gefeiert.

Ein Sonderpostamt verewigte dieses Ereignis.

 

 

 

 

Bild: Sonderbrief mit Stempel Tag der Garnison 20 Jahre BW in Lahnstein 1976

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Sonderbrief mit Stempel 20 Jahre PZARTBTL 155

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10. – 21.09.    Teilnahme des PzArtBtl 155 an der Reforger-Übung „CONSTANT REFORGER“ in Nordhessen.

   
10. – 20.09.    Alarm- und MobÜbg des PzArtBtl 155.
     
02. – 15.12.    TrÜbPl-Aufenthalt GRAFENWÖHR.


Geschichte des Panzerartilleriebataillons 155

 

Von der Aufstellung bis zur Auflösung


(Übernommen aus dem Buch "Erinnerungen an PzArtBTL 155" von Hansjörg Zak)

 

1980 - 1991


                                        

1980

 

22.01.    „Marsch des I. Bataillon Garde“ wird zum Btl-Marsch erhoben (ehemals RgtMarsch des Königlich Preußischen 2. Rheinischen Feldartillerieregiment 23). 
06. – 07.02.     Erkundungsübung und Geländebesprechung.
04. – 08.02.    TrÜbPl-Aufenthalt SCHWARZENBORN (Feldkanone 20 mm).
05.03.    Treffen des „PzKorps“ (Brigaden 14 und 15).
27.03.    RiKrTrp 155 (OFw Nigrin und Uffz Gramlich) 2. Sieger beim Korpsvermessungswettbewerb unter 37 VermGrp.
   
Im April wurden die ersten Lkw Daimler-Benz 2 to der neuen Fahrzeuggeneration ausgeliefert und der Fliegerabwehrgruppe zugeteilt.

 
02. – 14.05.    TrÜbPl-Aufenthalt GRAFENWÖHR.
19.06.    Besuch von 12 höchsten Ministerialbeamten der Kultusministerien (SiPoInfoTag).
24.06.    Barbara-Wettkampf.    

Mit der Umgliederung des Heeres wurde am 26.06. dem Bataillon die 4. Batterie des PzArtBtl 145 als dritte schießende Batterie unterstellt.
Die Umgliederung nach der Heeresstruktur 4 wurde so vorbereitet, dass sie bis zum 01.10. eingenommen werden konnte.

 

 

Bild: Westerwaldpatrouille beim "Paddeln"

28.06.    Westerwald-Patroullie, 1./155 wurde 2. Sieger.

06.09.    Sommerball 155.
05.10.    OGefr Jung 4./155, für die Skatweltmeisterschaft in Australien qualfiziert.
13.11.    PzArtBtl 155 wurde 1. Sieger beim Hallenhandballtunier der PzBrig 15.
25.11.    Informationsbesuch durch japanische Parlamentarier.
12.12.    PzArtBtl 155 Sieger im Brigade-Sportwettkampf. 

  

1981

 

Ein besonderer TrÜbPl-Aufenthalt für das Bataillon war die Zeit vom 14. – 26.02. in MUNSTER-SÜD. Diesmal wurde bei gefrorenem Boden, Schnee und winterlicher Kälte in Zweimannzelten, genannt „Dackelgaragen“, biwakiert. Alle Soldaten des Bataillons zeigten trotz mancher Entbehrungen Einsatzfreude und Widerstandsfähigkeit.
Noch im gleichen Monat wurde das Artilleriebeobachtungssystem ABRA an die Radargruppe der 1. Batterei ausgeliefert.
Der BrigKdr übergab am 31.03. das Kommando über das Bataillon von Oberstleutnant Bergmeier an Oberstleutnant Hübner.

 

 

 

Der BrigKdr übergab am 31.03. das Kommando über das Bataillon von Oberstleutnant Bergmeier an Oberstleutnant Hübner.

                           Btl-Übergabe

 

04. – 07.04.    GefÜbg des ArtRgt 5 „KLEINE SPUR“.

20.08.    Barbara-Wettkampf.
21.08.    Organisational Day des 2nd Bn 6th Arty.
04.09.    Bataillonsball.
12. – 25.09.    „CERTAIN ENCOUNTER“ in Nordhessen.
12. – 25.09.    MobÜbg.
01.11.    2. Platz bei der Hallenhandballmeisterschaft der PzBrig 15.
15. – 27.11.    TrÜbPl-Aufenthalt BAUMHOLDER. 

 

1982
 
04. – 15.01.    TrÜbPl-Aufenthalt MUNSTER-SÜD.
20.03.    Treffen ehemaliger Angehöriger des ArtRgt 5 und der PzArtBtl 145 und 155.

 

 

 

 

Bild geballte Kraft

12.05. – 03.06.    Auf dem französischen Truppenübungsplatz CANJUERS/Südfrankreich übte die 4. Batterie zusammen mit dem 4. (FR) Artillerieregiment 2 aus LANDAU. Außer Schießen wurden bei gemeinsamen Veranstaltungen die persönlichen Kontakte zu den französischen Kameraden vertieft. Am 13.10. verlegte im Zuge einer Gefechtsübung das Bataillon zum Truppenübungsplatz BAUMHOLDER mit dem 4. (FR) Artillerieregiment 2.

07.07.    Barbara-Wettkampf.
12. – 16.07.    Personalbesichtigungen.
                       -InspUffzAusb (H)
                       -InspArtTr
                       -Personal durch PzBrig 15
15. – 24.09.    TrÜbPl-Aufenthalt BAUMHOLDER.
22.11.    Oberstleutnant Bürgener erhielt das Kommando über das PzArtBtl 155.    

 

1983

 

Während des TrÜbPl-Aufenthaltes vom 24.04. – 10.05. in GRAFENWÖHR wurden erstmals die neuen Optonic-Beobachtungspanzer mit Laserentfernungsmesser eingesetzt. Ziele konnten nun in Sekundenschnelle geortet werden.

 
10.05.    RgtSchießen.    

17. – 29.09. Teilnahme an der amerikanischen REFORGER-Übung „CONFIDENT ENTERPRISE“. Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit dem Patenbataillon zahlen sich aus. Die Soldaten des PzArtBtl 155 demonstrieren gemeinsam mit den Kameraden des 2nd Bn 4th FA Verteidigungsbereitschaft. Mit dem Truppenübungsplatzaufenthalt Ende November/Anfang Dezember in MUNSTER-SÜD endete bei strengem Wetter das Jahr. St. Barbara wurde dieses Mal mit einem artilleristischen Wettkampf „im Felde“ gehuldigt.
 
13.12.    Besuch MdB Markus Berger.    

 

1984
 
27.02 – 02.03.  TrÜbPl-Aufenthalt BAUMHOLDER mit Besichtigung der 2./155.
06. – 08.04.     Gemeinsam mit dem Nachbarbataillon, dem Feldartilleriebataillon 545, wurde das 25-jährige Bestehen durch einen feierlichen Appell, einen Tag der offenen Tür und anschließend einem großen „Ball der Artillerie“ in der Stadthalle Lahnstein festlich begangen. Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz verlieh dem Btl das Fahnenband des Landes. 

 

 

 

Bild: Sonderstempel 

Im Verlauf des Jahres bewies das Bataillon während der Truppenübungsplatzaufenthalte vom 03. – 16.06. in MUNSTER, verbunden mit einer Mobilmachungsübung, und vom 02. – 12.09. in GRAFENWÖHR erneut seine Einsatzbereitschaft.

21.09.    Der BrigKdr übergab das Kommando über das PzArtBtl 155 von OTL Bürgener an OTL Walter.
19.12.    Vorführung für den IP-Stab/BMVg.  

 

1985

 

Die Jahre 1985 und 1986 standen im Zeichen der bevorstehenden Einführung der Artilleriestruktur 85 mit intensiver organisatorischer Arbeit. Administrative Aufgaben wurden im Bataillonsstab zusammengefasst, was zu dessen Vergrößerung führte.
Ausbildungsbedingt verlegten die 2./ und 3./155 vom 24.02. – 01.03. bzw. 02. – 10.05. getrennt jeweils für eine Woche auf den Truppenübungsplatz BAUMHOLDER, wo sie ihre Einsatzbereitschaft und Schlagkraft dank des vollen Einsatzes ihrer Soldaten erfolgreich auf die Probe stellen konnten.
Am 26.04. fand im Rahmen seiner Versetzung nach BÖBLINGEN zur neuen Verwendung als StOFmOffz zu Ehren von OLt Hackenberg ein Appell statt.
Vom 09. – 21.06. verlegte das Bataillon geschlossen nach MUNSTER, wo es trotz  hoher körperlicher Anforderungen an seine Soldaten glänzende Resultate erzielte.
 
20.09.    Barbara-Wettkampf.
09.11.   Das 30-jährige Bestehen der Bundeswehr feierte das Bataillon zusammen mit allen Lahnsteiner Truppenteilen und Dienststellen mit einem öffentlichen Gelöbnis und einer dynamischen Waffenschau im Rahmen eines großangelegten und gut besuchten Tags der offenen Tür. 

  

1986

 

Am 15.02.. verlegte das Bataillon mit dem Großteil seiner Alarmreservisten zum Truppenübungsplatz MUNSTER, wo die Soldaten 2 Wochen lang trotz harten Winters erstaunliche Leistungen vollbrachten.
 
17.04.    Deutsch-amerikanische Offizierweiterbildung zum Thema: Ardennenoffensive 1944/45 aus beidseitiger Sicht    

Vom 26. – 28.05. nahm die 4. Batterie mit dem 2nd Bn 6th (US) Field Arty an einem deutsch-amerikanischen Ausbildungsbiwak teil, das aus Einzel- und Mannschaftswettkämpfen sportlicher und militärischer Art bestand und den amerikanischen Kameraden den Erwerb des deutschen Sport- und Leistungsabzeichen ermöglichte.
 
27.08.    Deutsch-amerikanische Offizierweiterbildung zum Thema: STALINGRAD 1942/43 aus beidseitiger Sicht    

Im Rahmen der Heeresübung „FRÄNKISCHER SCHILD“ unter französischer und amerikanischer Beteiligung vom 18. – 26.09. wo das Bataillon zum letzten Mal in seiner bisherigen Struktur den gemeinsamen Einsatz übte.
 
28.11.    StO-Ball.

 

1987

 

Das erste Quartal des Jahres war geprägt durch die Umgliederung in die Artilleriestruktur 85. Die 4. Batterie wurde aufgelöst, das Gerät weitgehend auf 2. und 3. Batterie verteilt. Hochmotiviert stellten sich alle Soldaten dieser Aufgabe, zumal es durch geschickte Personalführung kaum zu Versetzungen kam.
In der zeit vom 24. – 26.03. besuchte der Inspizient der Artillerietruppe, Oberst Braun, das Bataillon, um sich über die Umsetzung der neuen Struktur in der Truppe u. a. bei einer Gefechtsübung der 3. Batterie zu informieren.
An der Divisionsgefechtsübung „GOLDENER LÖWE“ vom 10 . – 18.09. in NORDHESSEN nahm das Bataillon mit Volltruppe und der Masse seiner Alarmreservisten teil.
Auf dem TrÜbPl MUNSTER prüfte das Bataillon zum ersten Mal den Datenverbund „Vorgeschobener Beobachter – Feuerleitstellen – Geschütze“ und erreichte dabei gute Zeiten.

 

1988

 

Zwei Patenschaftsveranstaltungen sind besonders hevorzuheben.
 
16.03.    Begründung einer Patenschaft der 1./155 mit dem „I. ResUffzKorps 1968 e.V. Koblenz“. Es handelt sich hier um die erste derartige Zusammenarbeit zwischen aktiver Truppe und einem Reservistenverband in der Bundeswehr.
01.09.    Jahrestag der 10-jährigen Patenschaft mit der Gemeinde BECHELN und der 1./155.
30.09.    Nach seinem 25-jährigen Dienstjubiläum im April des Jahres übergab der BrigKdr das Bataillon von OTL Walter an OTL Kühr.
03. – 06.10.    GefÜb 7. (FR) Div.
07.10.    Bataillonsappell.
10. – 11.10.    Kdr Tagung 5. PzDiv in SONTRA.
17. – 18.10.    BttrGefÜb 2. Batterie, KOBLENZ/NEUWIED.
21.10.    Offizierweiterbildung „Das Bild des Offiziers“.
Dragon-Symposium, HANAU, Thema: Nordafrikafeldzug.
29.10. – 11.11.    TrÜbPl MUNSTER-SÜD mit Mob-Übung (hervorragende Schießleistungen).
3. – 04.11.    GefSchießen ArtRgt 5.
10.11.    Prüfen Schießleistungen, Besichtigung 2./Bttr.
12.11.    Btl Appell.
29. – 30.11.    Politisches Seminar 2./155.
02.12.    Barbara-Feier Offz-Heim.
20.12.    Weihnachtsessen mit 4th 82nd FA, Offz-Heim.
29.12.    Btl-Leistungsmarsch, Btl Appell.    

 

1989

 

Der für das kommende Jahr gültige Jahres- und Quartalsausbildungsbefehl (JAB, QUAB) wog 501 Gramm!

13. – 24.02.    Truppenübungsplatz BAUMHOLDER.
23.02.    Bei der Kontrolle der Schießleistungen durch den Divisionsartillerieführer erreicht das Bataillon die höchstmögliche Punktzahl und damit zugleich die Note „sehr gut“.


03.04.    Beginn der Umrüstung der Geschütze des Bataillons von der M 109 G auf die verbesserte Panzerhaubitze M 109 A3G.

 

 

Bild: M109 A3G

Am 19./20.05. beging das Bataillon zusammen mit dem Nachbarvverband FartBtl 545 den Tag des 30-jährigen Bestehens mit einem Empfang in der Stadthalle und einem „Tag der offenen Tür“ mit anschließendem Feldbiwak.                         

 

 

 

Bild: Sonderstempel 30 Jahre PZARTBTL 155 und FARTBTL 545

29.06.    Neue Patenschaft mit 4th Bn 82 FA (US).

16. – 24.09.    Die Teilnahme an der bisher größ0ten deutsch-französischen Großübung „CHAMPAGNE 89“ war der Höhepunkt der Jahresausbildung. Bereits 1988  begannen die Vorbereitungen mit Erkundungen, Sprachunterrichten und eingehender Information über Frankreich.    

Zum Jahresabschluß besuchte das Bataillon noch einmal einen Truppenübungsplatz. Nachdem die 3. Batterie bereits vom 19. – 23.06. in BAUMHOLDER die neuen Haubitzen getestet hatte, sollte das gesamte Bataillon in MUNSTER-SÜD zeigen, dass seine Leitungen auch am neuen Geschütz die alten geblieben waren und die Brigade sich auf ihren „Hammer“ verlassen konnte.
Am 30.12. fand der jahresabschließende Btl-Marsch zu Fuß statt.

 

1990
 
26.02.    Fußballturnier, Sieger 3./155.
19. – 29.03.    TrÜbPl-Aufenthalt BAUMHOLDER.
02. – 03.04.    Munitionsverladeübung.
24.04. – 06.05.    TrÜbPl-Aufenthalt GRAFENWÖHR.
03.05.    Prüfung der Schießleitungen.
23.05.    Btl-Waldlaufmeisterschaften.
27. – 29.08.    Besuch des Wehrbeauftragten Dr. Biehle.
13.09.    Besuch von Offizieren der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA).
27.09.    Teilnahme and der Waldlaufmeisterschaft der 9° Regiment Artillerie de Marine (RAMA).
01.10.    Bestellung der Arbeitsgruppe „Bataillons-Chronik“.
03.10.    Btl-Appell zum Tag der Deutschen Einheit.
21.12.    Btl-Marsch am Rhein.    

 

1991

 

Der Jahresausbildungsbefehl des ArtRgt 5 (vom 23.11.1990) erwähnt die bevorstehende Auflösung des PzArtBtl 155 nicht.
Der Jahresausbildungsbefehl der PzBrig 15 (vom 28.11.1990) sagt sachlich, kühl der Situation angemessen und trotzdem sehr nachdenklich:
1. Ausblick auf das Ausbildungsjahr 1991
Zum ersten Mal seit Bestehen der Panzerbrigade 15 wird ein Jahresausbildungsbefehl herausgegeben, den ein „mit der Führung beauftragter „ Offizier unterzeichnet. Diese Tatsache, verbunden mit dem Blick auf die durchgreifenden  Veränderungen, die auf uns alle im Jahre 1991 zukommen werden, weist auf die besondere Situation hin, in der sich die Brigade an der Schwelle zum neuen Jahr befindet.
Wir gehen in das neue Jahr mit fünf Kompanien/Batterien, die über keine grundwehrdienstleistenden Soldaten mehr verfügen. Diese Zahl wird sich im Verlauf des Jahres 1991 weiter erhöhen.
Das Panzerartilleriebataillon 155 wird im ersten Halbjahr 1991 stillgelegt werden. Zwei Bataillone sind voraussichtlich zu kadern.
Wie Teile der Panzerbrigade 15 in die neuen Strukturen eingebunden sein werden, ist derzeit noch nicht bekannt. ...
2. Ziele und Forderungen für das Ausbildungsjahr 1991
Auflösung und Kaderung von Verbänden bringen vor allem Probleme in der Personalführung mit sich. Daher sind frühzeitig, noch in diesem Jahr beginnend, in allen Truppenteilen Wünsche und Forderungen aller Soldaten auf zeit und Berufssoldaten festzustellen, zu erfassen und auszuwerten, um so die Grundlage für  sozial und dienstlich verträgliche Personalmaßnahmen zu schaffen.
Gerüchten und Missstimmung kann dabei nur begegnet werden, wenn Informationen schnell und offen weitergegeben werden. Die vom Kommandeur PzBrig 15 für das Jahr 1990 gemachten Aussagen zum Dialog und zu Menschenführung gelten unverändert weiter. Sie waren und sind richtungsweisend, ebenso wie die entsprechenden Weisungen des Kommandierenden Generals III. Korps aus den vergangenen Jahren.
Diese wohltuenden klaren, in klassischer, deutscher Militärsprache formulierten Sätze verdeutlichen Sorge und Verantwortung der höheren Führung um die Menschen.

08.01.    Geschützwettbewerb.
18.01.    Gründungstreffen „Lahnsteiner Artilleristen – die 155er e.V.“.
21.01. – 01.02.    TrÜbPl-Aufenthalt BAUMHOLDER.
31.01.  1335 B    Letzter Schuß aus FSt 74.

 

 

 

Bild: Goldener Schuss, als Munitionskanonier OTL Kühr. War bestimmt ein Volltreffer.

22.02.    Abgabe der M 109 A3G.

18. – 21.03.    Geländebesprechung „NORMANDIE“.      
          
ab 16.04.    „ ... zerstreut in alle Winde ... ?“
      
          
06.06.    Auflösung der Patenschaft mit der Gemeinde BECHELN.
14.06.    Außerdienststellung des PzArtBtl 155.

 

 

 

Bild: Auflösungsappell

20.09.    Einweihung des Traditionsraumes PzArtBtl 155.

30.09.    Offizielle Auflösung.